Storytel vs. BookBeat (ausführlicher Vergleich)
Autor: Nicolas Perez-Diehl | Zuletzt aktualisiert: 15.08.2024 |
Die beiden Hörbuch-Anbieter Storytel und BookBeat sind sich grundsätzlich sehr ähnlich, weisen aber ein paar wichtige Unterschiede auf, die Du unbedingt kennen solltest, bevor Du Dich für eine der beiden Apps entscheidest!
1. Abo-Modell & Konzept
Sowohl Storytel als auch BookBeat setzen auf ein Flatrate-Modell, bei dem Du grundsätzlich alle verfügbaren Hörbücher nach Lust und Laune anhören kannst.
Allerdings bist Du an monatliche Hörstunden gebunden. Du kannst also nur so viele Stunden pro Monat hören, wie im jeweiligen Tarif inkludiert sind (es gibt aber auch Unlimited-Tarife).
Zusätzlich zu der riesigen Auswahl an Hörbüchern haben beide Apps übrigens auch E-Books im Sortiment, die Du direkt in der App lesen kannst.
Tipp: Seit Kurzem kannst Du bei BookBeat auch Hörbücher, die nicht im Abo enthalten sind, separat zum regulären Verkaufspreis kaufen. Wenn Du ein Abo hast, bekommst Du sogar 30% Rabatt.
2. Abos, Kosten & Preise
Während Storytel nur zwei Abos anbietet, stehen Dir bei BookBeat drei verschiedene Tarife zur Auswahl:
2.1 Extra-Profile & Kinder-Modus
Nur bei BookBeat hast Du die Möglichkeit, für einen geringen Aufpreis separate Extra-Profile anzulegen, sodass nicht jedes Familienmitglied einen vollwertigen Tarif buchen muss.
Im Basis-Tarif zahlst Du 4,90€/Monat pro Extra-Profil, im Standard-Tarif 5,99€/Monat pro Extra-Profil und im Premium-Tarif 6,99€/Monat pro Extra-Profil.
Diese Extra-Profile können auch als Kinder-Profile angelegt werden, sodass Deinem kind nur altersgerechte Inhalte angezeigt werden.
Bei Storytel gibt es zwar einen Kinder-Modus, der auch mit einer PIN geschützt werden kann. Allerdings kann die App immer nur von einer Person genutzt werden.
2.2 Kostenloses Probe-Abo
Sowohl Storytel als auch BookBeat bieten eine kostenlose Test-Phase an, in der Du das Angebot ganz unverbindlich ausprobieren kannst.
Storytel gewährt Dir 30 Tage Zeit, bei BookBeat sind es sogar 60 Tage!
Du kannst vor Ablauf des Probe-Abos kündigen, sodass Dir keinerlei Kosten entstehen.
3. Hörbuch-Auswahl
Die Hörbuch-Kataloge von Storytel und BookBeat sind mit 600.000 bzw. 1.000.000 Titeln prall gefüllt. Da sollte wirklich für jeden etwas dabei sein. 🙂
Auch qualitativ nehmen sich die beiden Anbieter tatsächlich nicht viel. Neben beliebten Klassikern und absoluten Bestsellern haben beide Apps auch viele gefragte Neuerscheinungen im Sortiment.
Bei Exklusiv-Titeln und Eigenproduktionen hat Storytel ganz klar die Nase vorn. Bei BookBeat ist die Anzahl an Eigenproduktionen (noch) sehr überschaubar.
Eine Gegenüberstellung der Verfügbarkeit einzelner Titel macht an dieser Stelle nur wenig Sinn, da unmöglich alle Titel abgedeckt werden können und sich die Auswahl ständig ändert.
Wenn Du im Vorhinein schauen möchtest, ob Dein Lieblingshörbuch verfügbar ist, kannst Du das Sortiment beider Anbieter auch ohne aktives Abo durchsuchen (Storytel Suche • BookBeat Suche).
4. Smartphone-App
Das Herzstück beider Anbieter ist natürlich die Smartphone-App, die jeweils für Android und iOS verfügbar ist.
Beide Apps gefallen mir optisch sehr gut und auch die Suchfunktion funktioniert jeweils einwandfrei, sodass sich Buchtitel, Autoren und Sprecher schnell und einfach finden lassen.
Neben den klassischen Kategorien hast Du bei Storytel außerdem die Möglichkeit, nach Tags und sogar nach Emotionen zu filtern. Diesen Ansatz finde ich persönlich ziemlich cool.
Im direkten Vergleich hat die BookBeat-App aber trotzdem leicht die Nase vorn.
Das liegt insbesondere an der exzellenten Navigation und der absolut ruckelfreien und schnellen Performance. Da ist bei Storytel noch ein bisschen Luft nach oben.
Hier ein Blick in beide Apps:
Storytel-App | BookBeat App |
4.1 Lese-Modus
Beide Anbieter haben neben Hörbüchern und Hörspielen auch E-Books im Sortiment, die über den speziellen Lese-Modus direkt in der App gelesen werden können.
Die Lese-Ansichten der beiden Apps nehmen sich nicht viel. Bei beiden Anbietern kannst Du die Schriftart, die Schriftgröße, die Schriftfarbe und die Hintergrundfarbe einstellen. Bei Storytel kannst Du außerdem den Zeilenabstand anpassen.
In beiden Apps lassen sich natürlich auch Lesezeichen setzen.
Die Handhabung bzw. die Bedienung gefällt mir bei BookBeat etwas besser. Das gilt auch für die Performance: Insbesondere bei Kapitelübergängen lädt die nächste Buchseite bei Storytel spürbar länger.
Tipp: Wenn Du häufiger E-Books liest, empfehle ich Dir einen echten eBook-Reader, mit dem es sich liest, wie auf echtem Papier.
5. Mehrere Geräte
Bei Storytel kannst Du Dich zwar auf bis zu 5 verschiedenen Geräten anmelden. Allerdings ist es nicht möglich, auf mehreren Geräten gleichzeitig auf die Inhalte zuzugreifen!
Es gab mal eine Ausnahme für den Kindermodus, der parallel auf einem zweiten Gerät genutzt werden konnte. Dies ist mittlerweile aber leider nicht mehr möglich.
Bei BookBeat kannst Du Dich mit Deinem Konto ebenfalls auf bis zu 5 Geräten einloggen. Auch hier ist es aber nicht möglich, auf mehreren Geräten gleichzeitig auf die Inhalte zuzugreifen.
Wenn Du gleichzeitig auf mehreren Geräten hören möchtest, musst Du ein kostenpflichtiges Extra-Profil mit separatem Zugang dazubuchen.
6. Fazit: Was ist besser? Storytel oder BookBeat?
Diese Frage lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten, da sich Storytel und BookBeat in vielen Punkten sehr ähnlich sind.
Es kommt also vor allem darauf an, welche Features bzw. Funktionen Dir besonders wichtig sind (z.B. das Anlegen von Extra-Profilen bei BookBeat oder ein Tarif mit unbegrenzten Hörstunden bei Storytel).
Auf der anderen Seite können natürlich auch die verfügbaren Hörbücher den Ausschlag geben (z.B. wenn Du Fan von den „Drei ???“ bist, die es nur bei BookBeat gibt).
Solltest Du bis jetzt noch keinen klaren Favoriten ausgemacht haben, empfehle ich, einfach beide Apps kostenlos zu testen, um Dir ein eigenes Bild zu machen:
Du brauchst noch mehr Informationen?
Dann empfehle ich Dir die beiden ausführlichen Erfahrungsberichte, die ich zu beiden Anbietern erstellt habe: